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Leitgedanken
Warum die Benediktiner eine Schule führen? Zuerst meinen wir, dass wir den Jugendlichen, die bei uns in die Schule gehen, etwas anzubieten haben. Es ist nicht nur das in Jahrhunderten gewachsene „know how“ – das allein würde angesichts der sich so rasch ändernden Verhältnisse nicht viel nützen –, wichtiger erscheint mir der Einblick in eine Lebensform, die den Menschen glücklich machen kann: Im Wissen darum, dass diese Welt nicht das Letzte ist, was wir erwarten dürfen, bleiben wir auf der Suche nach Gott, der sich auch in unseren Tagen den Menschen mitteilen will. So leben wir aus einer Quelle, die nicht versiegt. Und davon wollen wir vielen Menschen erzählen, nicht zuletzt unseren Schülern.
Der letzte Grund mag etwas ungewöhnlich klingen; er lautet einfach: Wir machen es gerne. Wir halten die Schule für eine der Aufgaben, die wir gut bewältigen können, ohne dabei auf wesentliche Eigenheiten unseres Lebens als Benediktinermönche verzichten zu müssen, auf das gemeinsame Beten etwa und die anderen Zeiten, in denen sich unsere Gemeinschaft zusammenfindet. Und wir glauben, dass man es merkt, wenn etwas in einer solchen Freiheit geschieht. Unsere ehemaligen Schüler danken es uns mit ihrer Verbundenheit über Jahrzehnte hinweg, die es uns möglich macht, sie weit über das Schulleben hinaus zu begleiten und ihnen freundschaftlich verbunden zu sein. Die Stabilität unseres Klosters, das immerhin seit fast 850 Jahren am selben Ort steht, erleichtert dieses Miteinander. |
| Abt Johannes Jung OSB |
© 2013 Öffentliches Schottengymnasium der Benediktiner in Wien.
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Unser
Ziel ist eine fundierte, gewissenhafte Ausbildung unserer Schüler
zum Erreichen der Hochschulreife, sowie ihre Erziehung zu verantwortungsbewußten
Menschen im Sinne eines christlichen Weltbildes.
Gerade
in unserer Zeit, in der viel vom Leistungsdenken die Rede ist,
in der mitunter derjenige mehr gilt, der mehr (zu bieten) hat,
muss der zweite „Pluspunkt“ einer geistlichen Schule der liebevolle
Blick für das Schwache sein. Es ist dies der Blick Jesu, den viele
outlaws seiner Zeit als heilsam erfahren durften. Wir verherrlichen
das Schwache nicht, wollen es aber „abholen“ und gemeinsam Wege
suchen, wie es in dieser Welt bestehen kann. Dies gilt nicht nur
im Zusammenhang mit Leistungen im engeren Sinn, sondern – viel-leicht
mehr noch – auch für die „Schwächen“, die man im Zusammenleben
der Menschen in den kleineren und größeren Gemeinschaften beobachten
kann.