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Chemie
am Schottengymnasium

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(1) Naturwissenschaftliche Grundbildung

    Egal in welchem Bereich die Absolventen des Schotten- gymnasiums später beruflich tätig sein werden, eine gediegene natur- wissenschaftliche Ausbildung gehört zur Allgemein- bildung. Nicht nur Mediziner sind über Grundkenntnisse der Chemie froh, die ihnen ihr Studium erleichtern. So mancher Jurist oder Politiker hat sein altes Schulbuch wieder herausgezogen, wenn Grundbegriffe der Chemie für die Gesetzgebung (Grenzwerte, etc.) benötigt werden.

    Chemie ist die notwendige Grundlage von biologischen und medi- zinischen Kenntnissen. Sie hilft, Prozesse logisch zu verstehen, Phänomene in der Natur abzuleiten.
    Welche Vorgänge bestimmen die Schmerzleitung in den Nerven? Warum haben Mineralien unterschiedliche Farben?  Woraus bestehen Salben? Warum sind Metalle undurchsichtig und biegsam?

(2) Der Chemieunterricht

    Der Lehrplan setzt gut begründete Ziele: Der Chemieunterricht dient zur Bewältigung des Alltags. Wer hat sich nicht schon einmal gefragt, warum Zigarettenrauch eigentlich giftig ist oder sich Kalk besonders gut in Zitronensäure löst?  Die angenehmen Eigenschaften mancher Freizeitausrüstung beruht auf chemischen Substanzen: Was macht ein Surfbrett relativ leicht und doch stabil und worin besteht die isolierende Wirkung eines Neoprenanzugs? Wie funktioniert eine Sonnenbrille und was macht Schikanten hart?
    Gerade wenn die Medien Nachrichten über Chemieunfälle oder Pannen in Atom- kraftwerken berichten, ist ausgewogene Information über den tatsächlichen Sachverhalt aufschlussreich.

    Durch den Unterricht wird chemisch-naturwissenschaftliches Denken bei den Schülern geweckt und geschult. Die Logik hinter chemischem Vorgängen ist faszinierend. Gefordert ist also kein mechanisches Auswendiglernen, sondern ein Verstehen!

    Es wird klar, dass wir selbst Verantwortung für den Schutz und die Erhaltung der Umwelt tragen. Aus der christlichen Weltanschauung folgt das Bewusstsein, dass die Natur ein wertvolles Geschenk ist, das wir für uns und die nächsten Generationen bewahren müssen.  Die Konsequenzen der Umweltverschmutzung werden erst begreifbar, wenn auch die chemischem Prozesse klar sind. Andererseits kann die Effizienz von Methoden zum Umweltschutz auch erst aus dem Wissen um die chemischen Grundlagen bewertet werden.

    Der Chemieunterricht schult also nicht nur das Denken der Schüler, sondern ermöglicht ihnen Erkenntnisse in die praktischen Umstände ihres Alltags.


(3) Lehrziele und Unterrichtsangebote

Bewährt hat sich ein allgemeiner Überblick über chemische Grund- begriffe in der 4. Klasse, in der Oberstufe Grundlagen der Anorganischen Chemie (7. Klasse) und der Organischen Chemie (8. Klasse).

Chemie kann als Maturafach gewählt werden. Zahlreiche Schüler haben in der 8. Klasse Fachbereichsarbeiten geschrieben, die als Teil der Matura gelten. Einige wurden mit Preisen ausgezeichnet und waren eine Anstoß zu einem erfolgreichen Chemiestudium. Ergänzend zum Regelunterricht wird Chemie als Wahlpflichtfach, Freigegen- stand und Olympiadekurs angeboten.

Die Fähigkeit zu und v.a. die Freude an logischem Denken, Neugierde und Interesse für Vorgänge in der Natur sind wichtige Grund- voraussetzungen. Die Faszination von chemischen Experimenten ergreift meist alle Schüler schon in den ersten Stunden. Das Gesehene wird theoretisch erschlossen.

 





 
(4) Bemerkenswerte Schülerleistungen

Preisgekrönte Fachbereichsarbeiten und erfolgreiche Teilnah- men an Wettbewerben sind die herausragenden Resultate des Unterrichts.
Nach außen hin nicht derart auffallend, aber ebenso wichtig ist der erste Einblick in die Vorgänge der Natur, die Möglichkeit sie zu erforschen und die Grenzen der Forschung.

Schüler haben nach der Matura Chemie bzw. Technische Chemie im In- und Ausland studiert und beruflich ihre Kenntnisse an- gewendet.



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