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(1) Bedeutung
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Durch die EU-Osterweiterung stärkte Österreich seine Position in Mitteleuropa und übernimmt mehr als früher eine Brückenfunktion zu Osteuropa. Die Geschichte hat Österreich in dieser Funktion immer wieder bestätigt. Wirtschaftliche Perspektiven sind dabei ebenso zu berücksichtigen wie Verständnis und Kenntnis der kulturellen, religiösen und gesellschaftlichen Verhältnisse.
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Wenn auch heute in den Ländern Osteuropas bei der Jugend Englisch immer populärer wird, so sind die Fremdsprachen-kenntnisse in Russland verschwindend gering. De facto ist für ca. 250 Mio. Menschen der GUS, den Ländern der ehemaligen Sowjetunion, heute Russisch Verständigungs- und Verkehrssprache. Wenn ein Geschäftsmann, Politiker oder Diplomat aus dem „Westen“ Russischkenntnisse vorweisen kann, wird das als Zeichen der Wertschätzung aufgenommen. Das Russischstudium schon in der Schule ist auf jeden Fall eine Investition für die Zukunft.
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(2) Verlauf
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Russisch
ist die einzige slawische Sprache, die an unserer Schule neben
den Sprachen aus dem romanischen und angelsächsischen
Sprachraum angeboten wird.
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Schüler,
die Latein gelernt haben, haben gute Voraussetzungen, auch
eine slawische Sprache zu lernen, da viele grammatikalische
Eigenheiten durchaus vergleichbar sind (6 Fälle, Übereinstimmung
des Adjektivs, Fehlen des Artikels usw.)
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Die
zyrillische Schrift ist eine einfache Buchstabenschrift, die
sich für das Russische besser eignet als die Lateinschrift
und stellt keine echte Schwierigkeit dar.
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Besonderen Stellenwert hat der seit 1989 durchgeführte regelmäßige Schüleraustausch mit der Moskauer Schule Nr. 1134. Er ist der einzige Austausch dieser Art und Kontinuität in Österreich und im deutschsprachigen Raum. Viele Schulen haben in den politisch und wirtschaftlich schwierigen 1990er Jahren den Austausch abgebrochen, wir waren immer gut bei unseren Moskauer Gastfamilien aufgehoben. Der Austausch ermöglicht es, Land und Leute familiär und kostengünstig zu erleben. Das persönliche und direkte Erleben „russischer Wirklichkeit“ und Gastfreundschaft hilft beim Abbau von Vorurteilen. Es entstehen Kontakte und Freundschaften, die über Jahre anhalten.
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Als zusätzliches Angebot gibt es den Wahlpflichtgegenstand Russisch in der 8. Klasse, wenn er von mindestens 5 Schülern gewählt wird, und die Russsisch-Olympiade. Unsere Schüler waren bei mehren Sprachwettbewerben unter den ersten und haben auch an der Internationalen Russischolympiade in Moskau teilgenomm.
(3) Voraussetzungen
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(4) Ergebnisse
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Nach den vier Jahren Sprachunterricht haben die Schüler
soziale Kompetenzen erworben und zwar auch durch den Umgang
mit Russen im Rahmen des Austausches: sie haben gelernt,
sich in einer anderen (Sprach-) Kultur einzuleben und sich
adäquat zu verhalten.
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Sie
erreichen im Allgemeinen ein gewisses Verständigungs- niveau,
sowohl mündlich als auch schriftlich, zumindest in
Alltags- situationen.
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Sie
haben in Ansätzen die russischsprachige Kultur im Rahmen
der gelesenen Texte (Dostojewskij, Tolstoj, Gogol, Tschechow)
kennengelernt.
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Nicht wenige ehemalige Schüler konnten die Kenntnis des Russischen beruflich nutzen. Absolventen unseres Gymnasiums haben Auslandssemester in Medizin, Erdölchemie, Elektrotechnik, Wirtschaft und Jus absolviert. Einige arbeiten mittlerweile in leitenden Funktionen westlicher Firmen in Russland und anderen GUS-Staaten oder russischer Unternehmen im westlichen Ausland (Leiter der Prior Bank in Minsk, Verkaufsmanager bei KAPSCH in Russland, Rechtsbeauftragter im Vorstand des russischen Erdöl-unternehmens LUKOIL, Manager bei Hörbiger, etc.).
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